Presseberichte

Närrische Ratssitzung 2018

Närrische Kritik und Hommage an Menden

MENDEN. Wer in Menden Karneval feiert,
macht das aus voller Überzeugung und Liebe zur Stadt.
Kritische Töne sind in der närrischen Ratssitzung erlaubt.

Von Gabriele Hoffmann
Der neue Gockel kennt sich aus in Menden. Und er hegt scheinbar echte Zuneigung. 14 Mal kommt der Stadtname in seine Rede vor. Dass er einige Hahnenkämpfe mit der Stadt und Gewerkschaft Verdi ausgetragen hat, macht ihn in den Augen der Mendener Karnevalsgesellschaft zum perfekten Gockel: Frank Oberkampf, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, kam ganz in Gold zur närrischen Ratssitzung. Da nahm er in seiner Büttenrede kein Blatt vor den Mund, schlug einen Bogen einmal quer über das öffentliche Leben – von A wie Asbeck bis Z wie Zentrum. Die Stadtsanierung und das Nordwallcenter nannte er in einem Atemzug mit Berlin und Stuttgart. Einzelhandel, Nordwallcenter und Gewerbegebiet, Straßenbau und Autobahn, Krankenhaus und Schulen – die großen Themen kritischnärrisch verpackt. Bei Politik und Verwaltung nannte Oberkampf Ross und Reiter stets mit einem Augenzwinkern. „Nicht zu alt zum Weitermachen, ist der Arlt beim guten Lachen. Ehrlich macht auch kein Versprecher, denn er ist der Pressesprecher. Ganz schön fleißig, das ist der Uwe, macht er doch auch eine gute Schule, bezahlt er nun doch kein Bürgerhaus, drum hat er Geld für einen anderen Schmaus.“ Wer gemeint war (1. Beigeordneter und Kämmerer), war dem informierten Publikum im historischen Ratssaal schnell klar. Der CDU rief er zu: „Vom Haldorn bis zum Schmidt seid Ihr ein echter Hit.“ Die SPD bekam ihr Fett weg: „Wenn auch älter – auch sehr fleißig, sind die Roten über dreißig.“ – „Bei der FDP da spielt einer die erste Geige, nein nicht der Lindner, es ist der Weige.“ Frank Overkampf und sein Vorgänger, Gockel 2017 Mirko Kruschinski als Schalke-Fan und Ex-Bademeister, machten sich gegenseitig Komplimente und waren beide mit dem jeweiligen anderen recht zufrieden. Nicht ganz so nett, an manchen Stellen ausgesprochen bissig, aber immer auch der Stadt sehr zugeneigt, kam Vincenz Rodenberger alias Gerd Schmidt daher. Der dem Barock entsprungene Edelmann kritisierte unter anderem die Verzögerungen beim Nordwallcenter und Hämmer II sowie die Schließung der Geburtsstation und schickte deutliche Worte in Richtung Bürgermeister Martin Wächter: Menden müsse endlich aufwachen. Mit heiteren Einlagen, der gemeinsamen Moderation des MKG-Vorsitzenden Gisbert van Gelder und Präsident Charly Edlerherr sowie Ansprachen des Kinderprinzenpaares und des Stadtprinzenpaares ging im Ratssaal eine spezielle Mendener Karnevalsveranstaltung über die Bühne, bei der wieder kräftig „gekräht“ wurde.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 13.02.2018

Kamelle-Schleuder ist der neueste Hit


MENDEN. Mit dem Titel „Menden – In bester Gesellschaft“ war das närrische Treiben in der alten
Karnevalshochburg diesmal überschrieben. Und das Motto wurde von Aktiven sowie Besuchern absolut gelebt.


Von Weiberfastnacht über die Herrensitzung bis zum Kinderkarneval, in Menden wurde jeder Narr, egal welchen Alters oder Geschlechts, von der MKG Kornblumenblau bestens bedient. So hatte der Nachwuchs am Samstag seinen großen Auftritt. Fein herausgeputzt vergnügten sich die Kleinen bei den Liedern des „Gute-Laune-Duos“, den Zauberspäßen von Clown Pompitz oder den Tänzen der Garden und Solomariechen. Mütter und Väter, meist auch kostümiert, zeigten sich stolz auf ihren Nachwuchs. Doch der Höhepunkt folgte am Tulpensonntag mit dem Umzug durch die Innenstadt. Wieder jubelten tausende Jecken den Aktiven auf den prächtig geschmückten Wagen oder aufwendig zurechtgemachten Fußgruppen zu. Schon lange bevor der Lindwurm vorbei kam, schunkelten sich die zahlreichen Besucher warm. Viele waren ebenfalls kostümiert, vor allem die Kinder hatten sich viel Mühe gegeben. Sie waren mit reichlich Tüten ausgerüstet, um ihren Süßigkeiten-Vorrat für den kommenden Monat zu sammeln. Während die Erwachsenen eher auf Pralinen, Popcorn oder Minifläschchen, gefüllt mit belebenden Flüssigkeiten, spekulierten. Manch Blick ging gen Himmel, doch pünktlich zum Zug-Start hörte der fiese Nieselregen auf. Der Wettergott gönnte den heimischen Karnevalisten bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ihr Vergnügen. Viele Gäste hatten sich aus den Nachbarstädten auf den Weg gemacht, um die tolle Stimmung einzufangen. So waren Narren aus Dortmund da, aus Unna, aus Iserlohn, aus Soest und weiteren Städten. Aus Arnsberg hatte die dreiköpfige Familie Ritter den Weg nach Menden gefunden. „Hier ist der Zug schöner als bei uns“, sagte Vater Werner und seine Damen nickten dazu. Zwar waren etwas weniger Besucher gekommen als im letzten Jahr, aber trotzdem war der Wegesrand gut gefüllt. Auf der Schützenstraße sammelte sich der Tross, dann ging es über Balver- und Kolpingstraße in die Innenstadt. 23 Wagen und 19 gemeldete Fußgruppen garantierten eine Menge Spektakel. Sehnsüchtig gingen die Blicke die Hauptstraße runter, ob schon etwas zu sehen wäre. Helau-Rufe und steigender Lärm kündigten an: Gleich ist er da, der närrische Lindwurm. Vorneweg wie immer die Stadtwache mit der Standarte. Ohrenbetäubend wurde es, als das Fanfaren-Corps Kolping Lendringsen traditionell als erste Musikgruppe den neuesten Karnevalshit anstimmte. Und auf Höhe des Alten Rathausplatz eine kurze Pause einlegt, um die Stimmung zu steigern. Dann ging es los mit der Werferei. Nicht nur Kamelle flogen, auch Popcorn, Schokolade, Lutscher, Keks- und sogar gefüllte Bäckertüten prasselten auf die Zuschauer. Die Ordner hatten schlagartig alle Hände voll zu tun, die Sammelwütigen hinter den Absperrungen zu halten. Aber freundliche Worte und energisches Auftreten sorgten für Ordnung. Neben den Wagen der närrischen Majestäten, Prinz Stefan II. und Prinzessin Christina II. sowie des Kinderprinzenpaares David I. und Leonie I., heimste die Kamelle-Schleuder der MKG den meisten Beifall ein. Ganz am Ende kamen die „Wichtigkeiten“ der „Kornblumenblauen“: Senatoren sowie Elferrat und Präsidium bildeten wie immer den Abschluss. Natürlich mit den aktuellen Hits des Senatorenchores.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 12.02.2018

"Narren" geben Gas

Die zahlreichen Karnevalsveranstaltungen der kornblumenblauen MKG gehören zu den
"närrischen" Höhepunkten im weiten Umkreis. "Wann" die Jecken "was" und "wo" feiern,
das erfahren Sie auf der Stadtspiegel-Sonderveröffentlichung Seite 9.

Die Prinzenproklamation ist immer wieder ein Höhepunkt der Session

Närrische Tage bei der MKG

Feiern mit den Kornblumenblauen im Festzelt - Sonntag großer Umzug

Menden.
Die Hochphase der „Närrischen Jahreszeit“ steht bevor. Es geht los am morgigen Donnerstag, wenn um 17 Uhr das Mendener Rathaus gestürmt wird. Das Prinzenpaar wird sich vom Bürgermeister den Stadtschlüssel holen, egal wie der versuchen wird, die Narrenschar davon abzuhalten. Dann bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, denn bereits um 18 Uhr geht es weiter im Karnevalszelt der MKG Kornblumenblau: Weiberkarneval ist dort angesagt. Das Programm beginnt um 19 Uhr. „An Weiberfastnacht sind natürlich viele verkleidete Frauen im Zelt, trotzdem dürfen auch Männer gerne kommen. Logisch, dass sie am besten auch verkleidet sind“, ruft die MKG über den Stadtspiegel auf. Bei Karnevalsmusik und dem Auftritt eines Livesängers wird die Stimmung sicher hoch hergehen. Zusätzlich gibt es von den MKG-eigenen Tänzerinnen und Tänzern karnevalistische (Garde, Solisten) sowie Show-Tanzdarbietungen (Wild Sparks Juniors, Turmfunken, Turmelfen, Pömpelgarde). Durch das Programm führt unter anderme DJ Kurzawe. Der Eintritt beträgt 7 Euro. Der Freitag gehört ganz den Herren. Nachdem die Damen ihre Sitzung bereits am 20. Januar hatten, wird am 9. Februar ab 19.11 Uhr die Herren ein tolles Programm erwarten. Einlass ist ab 18 Uhr. Eine „kleine“ Frau mit einer gewaltigen Stimme, ein ganz besonderer Feuerwehrmann, ein Mann mit einem besonderen „Horn“ und eine „rauchige Stimme“, der einen bekannten deutschen Sänger aus Düsseldorf, dessen Lieder sicher viele mitsingen können, doubelt. Natürlich gibt es auch noch Live-Musik, die MKG Garde, die MKG Turmfunken und eine Überraschung für die Männer. Karten sind nur im Vorverkauf für 18 Euro erhältlich.


Die "Pömpelgarde" in Aktion


Am Samstag, 10. Februar, geht es schon um 14 Uhr mit dem Kinderkarneval los. Einlass ist ab 13 Uhr. Das Kinderprinzenpaar David 1. und Leonie 1. ist natürlich auch zum Feiern da. Das dreistündige Programm beinhaltet ein Musikerduo, das genau weiß, wie man Kinder zum Feiern bringt. Ein Zauberer zeigt nicht nur seine Tricks, er lässt sich sogar von den Kindern beim Zaubern helfen. Die „kleinen“ Tänzerinnen und Tänzer der MKG zeigen, was sie in den letzten Monaten einstudiert haben. Der Eintritt beträgt für Kinder 1,50 Euro, Erwachsene zahlen 2,50 Euro. Essen und Trinken sind zu sehr moderaten Preisen erhältlich. „Bitte keine Verpflegung mitbringen!“, so die MKG. Nachdem das Zelt von Tischen und Stühlen befreit wurde, geht es mit dem Kostümball weiter, bei dem Kostümpflicht besteht. Die drei besten Einzelkostüme und Gruppenkostüme werden prämiert und erhalten Preise. Einlass ist ab 18 Uhr, das Programm beginnt ab 19.11 Uhr und beeinhaltet karnevalistischen Gardetanz sowie Showtanz von den Turmfunken, Turmelfen und der Pömpelgarde und natürlich viel Musik mit DJ Kurzawe. Eintritt 7 Euro. Am Sonntag, 11. Februar, beginnt um 14 Uhr der große Tulpensonntagsumzug durch die Stadt. Es werden wieder bis zu 1.200 Teilnehmer mitmarschieren oder mitfahren. Die Zuschauer werden bei gutem Wetter, zumindest ist es bei der zuständigen Stelle so bestellt worden, eine bunte Vielfalt von Wagen, Fußgruppen und Musikgruppen erleben. Der Zug startet wieder an der Schützenstraße (Aufstellen der Wagen und Gruppen), geht von dort über die Balver Straße und die Kolpingstraße auf die Hauptstraße. Am Ende der Hauptstraße löst er sich dann auf. Viele der Zuschauer und Teilnehmer suchen dann sicher das Zelt am Neumarkt auf. Dort geht es bei flotter Live-Musik, natürlich viel Karnevalsmusik, bis in die Nacht weiter. Eintritt 5 Euro. Am Montag gibt es eine wichtige Änderung: Donnerstags bis sonntags ist das Zelt bei den Abendveranstaltungen erst für Personen geöffnet, die mindestens 18 Jahre alt sind. Am Montag ist der Einlass ausnahmsweise bereits ab 16 Jahre. Die MKG weist darauf hin, dass der Sicherheitsdienst Alterskontrollen vornimmt (Personalausweis!). Ab 17 Uhr ist Einlass. Dann wird bei Stimmungsmusik gefeiert, „bis das Zelt wackelt“. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Den Abschluss bildet am Dienstag um 19.11 Uhr die Hoppeditzverbrennung auf dem Neumarkt. Der Hoppeditz wird am Teufelsturm um 18.45 Uhr abgeholt. Am Neumarkt wird ein Resümee der jetzt ablaufenden Session gezogen. Nach ein oder zwei Schunkelliedern wird der Hoppeditz von dem Stadtprinzenpaar und dem Kinderprinzenpaar der MKG Kornblumenblau in Brand gesetzt. Damit sollen auch die bösen Wintergeister vertrieben werden, damit die bessere Zeit bald beginnt.

 

Die Turmfunken auf der Herrensitzung beim Gastbesuch in Hohenlimburg

Neueste Meldung: CD ist jetzt im Handel

Die neue CD der Senatoren mit drei Liedern (Neuinterpretation von „Ein Lied“, „Fast-Nacht“ und „Karneval im Blut) ist bei der Wäscherei Hamer, dem Musikladen Die Rille, Schreibwaren Breuning und Kölling und im Teufelsturm erhältlich, 5 Euro. Der gesamte Erlös geht an einen gemeinnützigen Zweck

Quelle: Stadtspiegel vom 07. Februar 2018

Damensitzung 2018

Menden: Wer sich von der Stimmung nicht anstecken ließ, musste ein Stein sein

Das Programm hatte überhaupt noch nicht begonnen, da zeigten sich die Mendener Närrinnen auf der MKG-Damensitzung schon in ausgelassener Karnevalsstimmung. Die Frohsinnsmusik der original Kölner Band „Top Spin“ tat ein Übriges, um die Mädels frühzeitig auf die Stühle zu bringen und sich im Rhythmus der Melodien zu bewegen. Ein buntes Völkchen bevölkerte lange vor dem offiziellen Beginn, Samstag, 18.11 Uhr, die DoganArena – mit bester Laune. Kaum eine Besucherin kam unkostümiert, meist waren ganze Gruppen einheitlich unter der Maske versteckt. Natürlich waren die beliebten Einhörner im Rudel vertreten, Katzen machten sich an Tisch zwölf breit. Ein Bierfass war zu sehen, Clowns, Musketiere, Star Wars natürlich, der Wilde Westen, eine bunte Mischung. Der Fantasie waren kaum Grenzen gesetzt. Je schriller und auffälliger, umso besser. Sogar Technik wurde eingesetzt, denn in einigen Röcken waren Lichterketten versteckt. „So finden wir uns im Gedrubbel wieder“, verriet Rita augenzwinkernd einen Grund ihrer aufwendigen Maskerade. Kurzum, der Heiterkeit und der guten Laune waren Tür und Tor geöffnet. Vielleicht auch, weil die Damen die Männer mal so richtig laufen lassen konnten. Die Bedienung hatte der Elferrat übernommen, Wesen, die sich normalerweise ja in ihren heimischen vier Wänden perfekt umsorgen lassen. „Die Veranstaltung findet hier zum dritten Mal statt und hat damit eine tolle Heimat gefunden“, verriet Kornblumenblau-Pressesprecher Ralf-Werner Hörchner. Pünktlich gaben die Moderatorinnen Petra van Geldern und Beate Zimmer den 500 feierlustigen „Weibern“ grünes Licht für vier Stunden Frohsinn. Das Prinzenpaar eröffnete schließlich, Prinz Stefan hielt sich dabei sichtlich mit Worten zurück und wünschte den Gästen nur viel Spaß. Nach dem Solo der Tanzmariechen folgte gleich ein Höhepunkt. „Mr. Feinripp“, Vertreter für männliche Unterwäsche, konnte sich der Aufmerksamkeit bei seinen umgetexteten Liedern („Dir wird klar, Latex atmet nicht“) sicher sein. Als dann Sängerin Angie ein kurzes Lied einstreute und der Schlagzeuger zum Solo ansetzte, rückte eine größere Gästegruppe bis auf die Bühne vor und improvisierte dort eine Polonaise. Dabei stellten sich einige Kostümträgerinnen als „Rampenprofis“ heraus. Auch die weiteren Auftritte, Bauchredner, der Senatorenchor, Rainer Hafke mit Travestienummer, die Pömpels sowie Jensen Riemann als Marius Westernhagen, wurden bejubelt.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 22. Januar 2018

Dreikönigstreffen 2018

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 08. Januar 2018

Prinzenproklamation 2017


Quelle: Stadtspiegel vom 22.11.2017

Närrische Ratssitzung 2017

Im Alten Ratssaal wurde gestern närrische Politik gemacht. In der traditionellen närrischen Ratssitzung am Rosenmontag herrschte gute Stimmung. Zur Karnevalsmusik schunkelten die Gäste und hatten ihre Freude an den Beiträgen, die das lokale Geschehen in der Stadt auf die Schippe nahmen.

Fotos. Saul

Zusammenraufen für Menden

Wenn der alte Ratssaal schunkelt, dann wird die Politik zur Narretei und der Gockel kräht

Prinzessin Anna I. Fringes und Prinz Daniel I. Weische nehmen den neuen Gockel in die Mitte. Mirko Kruschinski ist nun voll akzeptiert bei der MKG.

Von Gabriele Hoffmann Menden.
Diese Ratssitzung braucht keine Tagesordnung. Da sind Spontaneität und Witz gefragt. Beides beweist der neue Mendener Gockel. Nur ein paar Stichworte auf den Zetteln, so hielt Mirko Kruschinski im Schalke Trikot seine Antrittsrede. Vorher waren noch einige andere BlauWeiße an der Reihe. 

MKG-Vorsitzender Gisbert van Gelder begrüßte nach dem Einmarsch der Prinzenpaare mit Gefolge die Gäste im Alten Rathaussaal. Nach einem kurzen Rückblick auf die erfolgreiche Session wurde er nachdenklich. Die Ehrenamtlichen würden an ihre Grenzen stoßen, die Sicherheitsauflagen beim Umzug seien nur noch schwer zu bewältigen.

Nach dem „ehrlichen Dankeschön“ an die örtlichen Behörden für die Unterstützung und der Versicherung, dass sich Karnevalisten nicht unterkriegen lasse, schmetterten die Gäste zum ersten Mal Menden, der MKG und Karneval Helau. Und das sollte nicht das einzige Mal im Laufe der närrischen Ratssitzung bleiben.

MKG-Präsident Gordon Blankenhagen, der durch das Programm führte, litt nach den tollen Tagen wieder unter leichtem Stimmverlust und einer sonderbaren Wahrnehmung. Seine Reibeisenstimme kam ihm selbst „elfenartig“ vor. Damit hatte er natürlich die Lacher auf seiner Seite und erntete begeisterte Zustimmung für die Ankündigung, die Bude zu rocken, solange die Narren noch im Besitz des Rathausschlüssels sind.

Rund um den Gockel-Part im Programm unterhielten verschiedene MKG-Gruppen das Publikum. Unter anderem äußerten sich die beiden Prinzenpaare zur drohenden Schließungen von Jugendtreffs und einem Kunstrasen, der aus Lärmschutzgründen nicht bespielbar sein wird.

Die Turmgeister kamen als erster Mendener Frauenkochclub mit Liedern und Gedichten statt Rezepten, Bürgermeisters Putzfrau Ilse Kokoschinski wurde im Nebenjob Versuchsperson an der Uni Münster, die die Sprache des Sauerlandes und speziell Mendens erforschen wollte. Zwischendurch wurde, wie es sich gehört, auch mal geschunkelt.

Eine Ehrung stellvertretend für alle bisherigen Prinzenpaare nahmen Manfred Gies und Andrea Vorel entgegen. Sie waren vor 25 Jahren das Stadtprinzenpaar. Und eigentlich auch schon ein Jahr zuvor. Der Ex-Prinz erinner ter sich, dass wegen des Golfkrieges die Proklamation ausfiel und das Paar somit erst ein Jahr später offiziell ins Amt kam.

Bevor Prinzessin Anna I. dem neuen Gockel den Orden um den Hals hängen konnte, musste der Vorgänger im Amt Stefan Weige (als Scheich) traditionsgemäß die Laudatio auf den Neuen halten. Dabei folgte dem Kompliment, der SPD-Ratsherr sei eine „bemerkenswerte Person“ und er habe die Auszeichnung verdient sogleich die Einschränkung. Er sei zwar immer da, aber es passiere nichts. Schließlich gab der FDP-Mann Weige aber doch zu, dass ohne Kruschinskis Hilfe heute keine Flüchtlingskinder in Menden beschult werden würden.

Statt der so vollmundig angekündigten Hauptperson erschien ein echter Blau-Weißer, ein Schalke-Fan mit langer Lockenpracht, dunkler Sonnenbrille und Goldkettchen. „Kruschinski hat den Schwanz eingezogen und mich vorgeschickt.“ Die Vertretung entpuppte sich als ein echter Typ des Volkes, Hausmeister an der Bodelschwinghschule in Platte Heide und davor Schwimmmeister im alten Lendringser Freibad. Gerne geht er hin und wieder in eine Ratssitzung. Plötzliches Erwachen: „Das ist ja gar nicht der Fleige, der heißt jetzt Martin.“ Spannendes Thema für den Schulhausmeister: die Fusion der Gymnasien und der daraus entstehende Platzmangel. Eine Delegation habe sich beim Geflügelhof Ostermann in Fröndenberg umgeschaut, welche Möglichkeiten es gibt, wusste der politisch interessierte Hausmeister zu berichten. Käfighaltung kam nicht gut an, dafür aber Innen- und Außenhaltung – für die Schüler aus den Dörfern und die aus der Stadt.

Weitere aktuelle Themen wie die Gestaltung der Fußgängerzone (wegen der kleinen rosa Blüten im Pflaster vermutlich ein Denkmal von Fleige) oder die Finanzen der Stadt und die Geldverbrennung, sprach der Experte an. Am Ende schrieb er den heimischen Politikern ernst gemeint in ihre Parteibücher: „Ihr müsst Euch im Rat zusammenraufen, damit unser Menden so bleibt, wie es ist.“ Und wie es in der Heimat des FC 04, im Ruhrpott üblich ist, rief der neue Gockel den Mendener Narren „Glück auf“ zu.

Quelle: Hellweger Anzeiger bom 28.02.2017

Tolle Stimmung beim MKG-Tulpensonntags-Umzug

Tausende Besucher drängen sich in der Mendener Innenstadt

An der Spitze des Umzuges marschiert die Stadtwache mit der Standarte. Tausende Schaulustige versammelten sich am Sonntagnachmittag rund um den Karnevalsumzug. Dank gut koordinierter Sicherheitsvorkehrungen verlief der Umzug ohne Zischenfälle und die Besucher konnten so einen stimmungsvollen Nachmittag verbringen.

Foto: Benedickt

Von Peter Benedickt Menden.
Beim traditionellen Karnevalsumzug durch die Mendener Innenstadt am Tulpensonntag ging es wieder laut, bunt und fröhlich zu. 22 Wagen, sieben Musikkapellen und zahlreiche Fußgruppen wurden von den zahlreichen Jecken am Streckenrand frenetisch bejubelt.

Tausende Karnevalisten standen schon lange vor dem Start des närrischen Lindwurms an der Strecke und stimmten sich auf die kommenden Stunden ein. Viele wollten einfach nur das Motto des Umzugs leben: „Mendener Karneval Genießen“. Aber einige hatten sich auch einfallsreich kostümiert. So auch eine ganze Herde „Glücksbärchen“, die schon zum dritten Mal dabei waren. „Es ist richtig lustig“, krähte die fünfjährige Enya, die es sich auf den Schultern vom Papa bequem gemacht hatte und neugierig über die Köpfe der Nachbarn schaute. Sie wollte wissen, ob die Spitze des Umzugs langsam in Sichtweite kommt. Manch zweifelnder Blick ging aber auch gen Himmel, doch es blieb trocken, der Wettergott gönnte den heimischen Karnevalisten ihr Vergnügen. Viele Gäste hatten sich aus den Nachbarstädten auf den Weg gemacht, um die tolle Stimmung einzufangen. So waren Narren aus Dortmund da, aus Schwerte, Iserlohn, aus dem Hochsauerlandkreis oder Soest. Um 14 Uhr setzte sich der Trubel auf der Schützenstraße in Bewegung. Zugleiter Klaus Durawa war zufrieden, als es endlich losging. „Glücklicherweise hat die Führung die Abfahrt von der Balver Straße auf die Kolpingstraße geschafft, sonst wäre es auf die Westtangente gegangen“, teilte der „Chef“ augenzwinkernd mit.

Schließlich war am steigenden Lärmpegel am Alten Rathausplatz zu bemerken: Der Zug näherte sich. Hier vor der St. Vincenzkirche hatten sich die Besucher bereits warmgeschunkelt. Der Nachwuchs, ausgerüstet mit Tüten und Taschen, brachte sich in Startposition. Schließ lich galt es mindestens den Monatsvorrat an Kamellen und Bonbons einzusammeln.

Dann kam er, der närrische Lindwurm. Vorneweg wie immer die Stadtwache mit der Standarte. Ohrenbetäubend wurde es, als das Fanfaren-Corps Kolping Lendringsen den neuesten Karnevalshit anstimmte. Nicht nur die bekannten Kamellen flogen, auch Popcorn, Schokolade, Lutscher, Keks- und sogar Penatencremedosen prasselten auf die Zuschauer herunter. Die Ordner hatten schlagartig alle Hände voll zu tun, die Sammelwütigen hinter den Absperrungen zu halten. Aber freundliche Worte und energisches Auftreten sorgten blitzschnell für Ordnung. Kostümiert mit viel Fantasie und farbenfroh präsentierten sich die einzelnen Gruppen. Ob nun etwa der Lürbker „Zwergenaufstand“, die Handballer der Mendener „Wölfe“, die Hebammen St. Vincenz, die Akteure der Freilichtbühne Herdringen oder der Festspiele Balver Höhle, alle hatten viel Spaß und der Funke sprang sofort auf das feierwütige Publikum über.

Mit dabei waren natürlich die altbekannten Gruppen auf ihren Wagen, die Oldies und die Prinzengarde, die Pömpelgarde und die MKGTurmspatzen. Ein besonderer Höhepunkt dann etwa in der Mitte des Zuges: das zweitjüngste Stadtprinzenpaar aller Zeiten, Daniel I. und Anna I. Den Majestäten machte es riesigen Spaß, mit beiden Händen die Süßigkeiten unter ihre Untertanen zu bringen. Viel Beifall heimste auch das Kinderprinzenpaar „Vincent I. Tolksdorf – Der Königsblaue“ und Victoria I. Maßling „Die Dancing Queen von der Kolpingstraße“ ein.

Ganz am Ende die „Prominenz“ der „Kornblumenblauen“. Senatoren sowie Elferrat und Präsidium bildeten wie immer den Abschluss.

Am Ende atmete Ordnungsamtsleiterin Martina Potthoff tief durch. „Wieder nichts passiert“, freute sich die Rathausmitarbeiterin. „Dank unserer vielen Helfer und Wagenengel war alles in bester Ordnung“.

Größter Umzug aller Zeiten

Der Karnevalsumzug in Menden ist seit Jahren ein Publikumsmagnet. Umso wichtiger ist da ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Mit rund 50.000 Besuchern war es der bislang größte Karnevalsumzug in Menden. Bis zum Ende des Umzuges um 16.15 Uhr konnten Polizei und Feuerwehr auf einen ruhigen und reibungslosen Nachmittag zurückblicken. „Es war einfach nur klasse“, zog Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski ein durchweg positives Fazit.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 27.02.2017

Rathaussturm 2017

Wächters Echte verteidigen Schlüssel

Rathaussturm läuft diesmal nicht ganz glatt – Prinz Daniel handelt mit Bonbongarde einen Deal aus

Von Gabriele Hoffmann Menden
Martin Wächter zierte sich, kam ohne Rathausschlüssel, dafür eskortiert von einer zu allem entschlossenen Leibgarde. Doch am Ende gaben die „Wächters Echten“ auf und rückten den Schlüssel gegen eine Magnumflasche Schampus raus.

Der Rathaussturm hatte gestern kabarettistische Züge. Nach einem von MKG-Präsident Gordon Blankenhagen dirigierten Sängerwettstreit mit den zahlreich und bunt kostümiert erschienenen Rathausangestellten („die ihr Geld von der Stadt bekommen und unser Geld ausgeben“) lieferten sich „der Mendener und der Lendringser“ ein lustiges Streitgespräch. In dem Schlagabtausch stellten die beiden die Unterschiede der Ortsteile dar und nahmen die Politik und die Stadtplanung auf die Schippe. Auch Bürgermeister Martin Wächter bekam sein Fett weg. Da ging es um den Museumsbau Gut Rödinghausen auf der einen, das neue Bürgerhaus auf der anderen Seite, um den ausgestorbenen homo biebertalensis und darum, wo Wächter einmal seinen Lebensabend verbringen könnte. Schließlich ließ der Lendringser die Bombe platzen und kündigte den Lexit an, den Austritt Lendringsens aus Menden.

Der Auftritt (vollständig nachzulesen in der aktuellen Karnevalszeitung Witzbold) wurde mit einer Rakete belohnt.



Artillerie rollt mit Schampuskanone an

Und dann endlich ertönte aus Richtung Bürgermeisterzimmer der Schlachtruf „Ohne Schlüssel geht Ihr heut‘ nach Haus!“ Die Gold glitzernde Bonbongarde bezog Position und Bürgermeister Wächter erklärte: „Wir suchen nicht nur Beschlüsse, sondern auch den Schlüssel.“

Wächter wollte den Rathaussturm damit beendet wissen, doch der MKG-Präsident forderte: „Rück’ den Schlüssel raus.“ Weil alles Zureden nichts nützte, rollte die Artillerie der MKG mit einer Schampuskanone an. Prinz Daniel I verhandelte mit den Mädels und konnte schließlich einen Deal erwirken. Schlüssel gegen Schampus. Damit waren die Narren am Ziel und drehten jetzt erst richtig auf. Der Senatorenchor rockte das Rathaus mit den bekannten Hits von der MKG-CD. Und während im Rathaus-Foyer die Stimmung bei Sekt und Bier ihren Höhepunkt erreichte, standen draußen vor dem Partyzelt die närrischen Weiber bereits Schlange, um zur großen Sause eingelassen zu werden. Bevor die blau-weiße Gesellschaft das Mendener Rathaus stürmte, statteten die beiden Prinzenpaare, die Tanzgarde und die Prinzengarde nach alter Tradition in der Nachbarstadt Fröndenberg einen Besuch ab. Im Schmallenbach-Haus am Hirschberg feierten die Karnevalisten mit den Seniorinnen und Senioren.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 24.02.2017

Kamelle und Schokolade im Nikolauskostüm

 

Von Gabriele Hoffmann Menden.
Hektik wie auf einem Großmarkt, Kartons und Plastiksäcke werden durch die Gegend geschleppt. Waren umgeladen. Paletten begutachtet. Es ist Kamelletag bei der MKG.

Einmal im Jahr, kurz vor dem großen Festzug, verwandelt sich ein Raum in der Wagenbauhalle in eine Markthalle. Zugleiter Klaus Durawa hat in den vergangenen Wochen eingekauft und das Lager gefüllt: 6000 Tüten mit Popcorn, Chips und Flips, 750 Kilogramm Kamelle, 5000 Haribo-Tüten, 20.000 Lollis, 3500 kleine Tüten Gummibärchen, dazu jede Menge Weihnachtsware. Große und kleine Schokoladen-Nikoläuse und Lebkuchen haben sich noch gut gehalten und werden am Tulpensonntag noch genauso gut schmecken wie im Advent. Diese Restposten bekommt Durawa über ganz besondere Kontakte und natürlich etwas günstiger. Die Schaulustigen und Kamellejäger stört das nicht. Eine von vielen Anekdoten, die Durawa gerne erzählt, ist die von den Spekulatius. Ein Päckchen landete in einer Gruppe Menschen am Straßenrand und alle stürzten sich begeistert auf die Weihnachtsbäckerei.

„Wir achten auf hochwertige Ware“, betont Durawa. Das bezieht sich nicht nur auf die Qualität. Die Sachen müssen wurf- und wasserfest sein.

Die Tanzgarde wirft auch Strüssche. Empfindliche Ware wird nur von den Fußgruppen verteilt. Und es gilt eine wichtige Regel: Wenn der Wagen steht, wird nicht geworfen. Das wäre bei längeren Pausen den übrigen Schaulustigen gegenüber ungerecht.

Am Freitagnachmittag herrschte besonderer Andrang in der MKG-Halle. Alle Gruppen holten sich ihre Waren ab. Das heißt: aus sämtlichen Tüten, Kartons und von den Paletten wurde gemischt, damit jede Gruppe von allem etwas bekam. Klaus Durawa versuchte, den Überblick zu behalten, und führte eine Liste, wer schon versorgt war. Außer dem zahlten die Gruppen selbst einen kleinen Obolus für die Süßigkeiten. Den größten Batzen aber trägt der Verein. Mitten im Getümmel war gestern auch das Kinderprinzenpaar Vincent I. Tolksdorf und Victoria I. Maßling. Die beiden beluden schon gleich ihren Karnevalswagen in der Halle nebenan. Dort stehen die fast fertigen Wagen für dem Umzug am 26. Februar bereit. Der Wagen des Präsidiums und des Elferrates greift meistens ein aktuelles Thema auf. Das soll bis zum Start eigentlich ein Geheimnis bleiben. Nur so viel sei verraten: Es ist diesmal international und stellt eine Person und ihre Machenschaften in den Mittelpunkt, an der seit dem 8. November 2016 niemand mehr vorbei kommt. Die Wagen der Prinzenpaare, der Prinzengarde und der Pömpelgarde werden nur alle paar Jahre erneuert. Der des Stadtprinzenpaares ist im nächsten Jahr wieder dran.

Die Stimmung gestern in der Halle war schon heiter. Die Kornblumenblauen sind eingestimmt. Und in der kommenden Woche geht es dann richtig rund.

Narren rüsten sich für den Endspurt

Das närrische Programm der nächsten Tage:

  • Donnerstag, 23. Februar: Rathaussturm, 17 Uhr, die MKG Kornblumenblau stürmt das Rathaus und übernimmt den Stadtschlüssel; Weiberkarneval, 19.11 Uhr, im Festzelt mit Musik und Show, Einlass ab 18 Uhr, Eintritt 7 Euro Freitag.
  • 24. Februar: Traditionelle Herrensitzung im Festzelt mit einem „frechen“ Programm für Männer, Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19.11 Uhr, Eintritt 18 Euro. Karten im Internet www.mkg-kornblumenblau.de oder Tel. 02371/24661 und 0174/7675932.
  • Samstag, 25. Februar: Kinderkarneval im Festzelt, fröhlicher Nachmittag für alle kleinen Cowboys, Clowns, Zauberer, Bienchen... Die MKG bittet darum, keine Speisen und Getränke mitzubringen, Einlass ab 13 Uhr, Beginn 14 Uhr, Veranstaltungsende 17 Uhr, Eintritt Kinder 1,50 Euro, Erwachse
    ne 2,50 Euro an der Zeltkasse.
  • Samstag, 25. Februar: Maskenball im Festzelt, großer Kostümball, Musik, Show und Spaß, sowie Prämierung der originellsten Kostüme, Einlass ab 18 Uhr, Beginn 19.11 Uhr, Eintritt 7 Euro an der Zeltkasse.
  • Sonntag, 26. Februar: Umzug wieder andersherum, der großer Karnevalsumzug am Tulpensonntag wird wieder umgeleitet, Start ab 14 Uhr an der Schützenstraße, dann über Balver Straße, Kolpingstraße in die Innenstadt, vorbei am Alten Rathausplatz bis zur Deutschen Bank. Ab 15 Uhr Zeltkarneval für Jugendliche unter 18 Jahre ist der Einlass nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gestattet. Eintritt 5 Euro an der Zeltkasse.
  • Montag, 27. Februar: Rosenmontagsparty im Festzelt „Feiern bis das Zelt wackelt“, Preisübergabe des MKG-Karnevalspreises um 21.11 Uhr, Einlass ab 17 Uhr, Eintritt 5 Euro an der Zeltkasse. Einlass ab 16 Jahre; alle Zeltveranstaltungen außer Kinderkarneval und Rosenmontagsparty ab 18 Jahre.
  • Dienstag, 28. Februar: Verbrennung des Hoppeditz. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich der Karneval. Das Zelt ist abgebaut, der Rathausplatz leer. Nur einer steht in der Mitte und wartet auf sein Ende. Der Hoppeditz geht um 19.11 Uhr in Flammen auf.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 18.02.2017

MKG Kornblumenblau wartet auf Bewerbungen – Prämierung am Tulpensonntag

Von Gabriele Hoffmann Menden.

Es dauert zwar noch einige Wochen, bis die närrische Saison ihren Höhepunkt erreicht, doch die Mendener Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau ist schon voll in der Vorbereitung. Am Sonntag trafen sich schon ehemalige Prinzenpaare im Teufelsturm.

Das Dreikönigstreffen der MKG war der Auftakt für die Aktivitäten in diesem Jahr. Neben den üblichen Sitzungen, Rathaussturm und Weiberfastnacht veranstaltet der Verein seinen zweiten Um zugswettbewerb. Gesucht werden der schönste Karnevalswagen und die kreativste Gruppe im Umzug am Tulpensonntag, 26. Februar, durch die Mendener Innenstadt. Viele Gruppen sind gedanklich schon beim Umzug, haben ihre Kostüme und Themen ausgesucht. Die Mendener Karnevalsgesellschaft MKG will die Fantasie und die Kreativität anfeuern und setzt Preise aus für die besten drei Wagen und die besten drei Gruppen. Dafür greift der Verein in die Kasse und setzt – was könnte besser passen – die Summe von 1111 Euro aus. Diese verteilt sich wie folgt: Bewertet werden Wagen und Fußgruppen getrennt. Bei den Wagen sind die drei Plätze mit 400, 250 und 111 Euro dotiert. Gruppen können 200, 100 und 50 Euro gewinnen. Aufgerufen zum Wettbewerb um den Karnevalspreis 2017 sind Gruppen oder Vereine aus dem Märkischen Kreis und dem Kreis Unna. Wer sich noch nicht für dem Umzug am Tulpensonntag, 26. Februar, angemeldet hat, kann das noch per E-Mail bei orgaleiter@mkg-kornblumenblau nachholen.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist auf der Internetseite mkg-kornblumenblau.de möglich. Dort gibt es einen Button „jetzt bewerben“, wo die Teilnehmer ihre Ideen vorstellen und sich selbst präsentieren können. Am 18. Februar ist Bewerbungsschluss. Das Ergebnis der Wagenbauer und Kostümnäherinnen ist am 26. Februar beim großen Umzug durch die Stadt zu sehen.

 

Närrische Tage

Das Programm für die Mendener Jecken steht. Am 28. Januar ist die Damensitzung in der Doganarena. Zum Rathaussturm machen sich die Narren am 23. Februar auf den Weg. Es folgen Weiberkarneval (23. Februar), Herrensitzung (24. Februar), Kinderkarneval (25. Februar), Kostümball (25. Februar), Großer Umzug (26. Februar), Zeltkarneval (26. Februar), Rosenmontagsparty (27. Februar) und schließlich die Hoppeditzverbrennung (28. Februar). Das Karnevalszelt wird wieder auf dem Neumarkt aufgestellt. Der Vorverkauf für die Eintrittskarten läuft bereits im Netz unter mkg-kornblumenblau.de.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 10.01.2016

Erste Frau mit hohem Orden ausgezeichnet

Karneval in Menden, das heißt nicht nur Feiern im Februar, sondern auch Tradition über das ganze Jahr. Dies wurde wieder einmal beim Dreikönigstreffen der Mendener Karnevalsgesellschaft im Teufelsturm am vergangenen Sonntag deutlich. Zum 27. Mal wurden ehemalige Prinzenpaare und besonders verdiente Mitglieder in einem festlichen Rahmen geehrt. Hierzu hatten sich dutzende Mitglieder und Gäste im Obergeschoss des Teufelsturmes eingefunden. Dieser wird von den Karnevalisten gepflegt und erhalten.

„Das Karnevalsmuseum ebenso wie die Schänke gehören zu den attraktiven Einrichtungen, die über das Jahr nicht nur vom seit 1948 bestehenden MKG genutzt werden können“, erläuterte Bärbel Dammbachmayr, Sprecherin der MKG. Manfred Gies, Erster Vorsitzender der MKG, erinnerte daran, dass nach Goethe der Karneval das einzige von Menschen selbst gegebene Fest sei. Der 500 Mitglieder starke Mendener Verein habe derzeit keine Nachwuchssorgen und selbst der Elferrat könne sich über junge Mitstreiter freuen, die allerdings jeweils ein Probejahr absolvieren müssten.

Unter den Augen der aktuellen Majestäten Anna 1. und Daniel 1. wurde das erste Kinderprinzenpaar der MKG geehrt. Verena Reisloh und Stephan Ronzon bekleideten dieses Amt vor 25 Jahren. Elf Jahre ist es her, dass Christiane Elderherr und Jochen Geck ein Prinzenpaar waren. Brigitte Machmüller und Rolf Jaworski waren es vor 22 Jahren. Eine besondere Ehrung erfuhr Helga Jaworski. Für ihre Verdienste in der Mendener Karnevalsgesellschaft seit 1962 wurde sie mit dem Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval ausgezeichnet. Damit ist sie die erste weibliche Trägerin dieses Ordens im Mendener Karneval.

Musikalisch wurden die Ehrungen durch Louisa Fritz an der Querflöte begleitet. Textsicher zeigten sich die Gäste beim Song „Mir lasse den Dom in Menden“. Darüber hinaus kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Hierum kümmerten sich die jungen Vereinsmitglieder der MKG. So ist es Tradition in der Mendener Karnevalsgesellschaft.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 10.01.2017