Damensitzung 2018

Menden: Wer sich von der Stimmung nicht anstecken ließ, musste ein Stein sein

Das Programm hatte überhaupt noch nicht begonnen, da zeigten sich die Mendener Närrinnen auf der MKG-Damensitzung schon in ausgelassener Karnevalsstimmung. Die Frohsinnsmusik der original Kölner Band „Top Spin“ tat ein Übriges, um die Mädels frühzeitig auf die Stühle zu bringen und sich im Rhythmus der Melodien zu bewegen. Ein buntes Völkchen bevölkerte lange vor dem offiziellen Beginn, Samstag, 18.11 Uhr, die DoganArena – mit bester Laune. Kaum eine Besucherin kam unkostümiert, meist waren ganze Gruppen einheitlich unter der Maske versteckt. Natürlich waren die beliebten Einhörner im Rudel vertreten, Katzen machten sich an Tisch zwölf breit. Ein Bierfass war zu sehen, Clowns, Musketiere, Star Wars natürlich, der Wilde Westen, eine bunte Mischung. Der Fantasie waren kaum Grenzen gesetzt. Je schriller und auffälliger, umso besser. Sogar Technik wurde eingesetzt, denn in einigen Röcken waren Lichterketten versteckt. „So finden wir uns im Gedrubbel wieder“, verriet Rita augenzwinkernd einen Grund ihrer aufwendigen Maskerade. Kurzum, der Heiterkeit und der guten Laune waren Tür und Tor geöffnet. Vielleicht auch, weil die Damen die Männer mal so richtig laufen lassen konnten. Die Bedienung hatte der Elferrat übernommen, Wesen, die sich normalerweise ja in ihren heimischen vier Wänden perfekt umsorgen lassen. „Die Veranstaltung findet hier zum dritten Mal statt und hat damit eine tolle Heimat gefunden“, verriet Kornblumenblau-Pressesprecher Ralf-Werner Hörchner. Pünktlich gaben die Moderatorinnen Petra van Geldern und Beate Zimmer den 500 feierlustigen „Weibern“ grünes Licht für vier Stunden Frohsinn. Das Prinzenpaar eröffnete schließlich, Prinz Stefan hielt sich dabei sichtlich mit Worten zurück und wünschte den Gästen nur viel Spaß. Nach dem Solo der Tanzmariechen folgte gleich ein Höhepunkt. „Mr. Feinripp“, Vertreter für männliche Unterwäsche, konnte sich der Aufmerksamkeit bei seinen umgetexteten Liedern („Dir wird klar, Latex atmet nicht“) sicher sein. Als dann Sängerin Angie ein kurzes Lied einstreute und der Schlagzeuger zum Solo ansetzte, rückte eine größere Gästegruppe bis auf die Bühne vor und improvisierte dort eine Polonaise. Dabei stellten sich einige Kostümträgerinnen als „Rampenprofis“ heraus. Auch die weiteren Auftritte, Bauchredner, der Senatorenchor, Rainer Hafke mit Travestienummer, die Pömpels sowie Jensen Riemann als Marius Westernhagen, wurden bejubelt.

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 22. Januar 2018