Aktuelle Prinzenpaare 2016 / 2017


Das Stadtprinzenpaar der MKG

Daniel 1. Weische
Der Nachtschwärmer

Anna 1. Fringes
Kind der Fastnacht


Das Kinderprinzenpaar der MKG

Vincent 1. Tolksdorf
Der Königsblaue

Victoria 1. Maßling
Die Dancing Queen von der Kolpingstraße

Zweitjüngstes Stadtprinzenpaar der MKG

Bei bester Stimmung präsentieren die Mendener Karnevalisten ihr neues Stadtprinzenpaar Daniel Weische und Anna Fringes und Kinderprinzenpaar Vincent Tolksdorf und Victoria Maßling. FOTOS: MARTINA DINSLAGE

Daniel Weische und Anna Fringes in Dogan-Arena proklamiert. Karnevalisten feiern bei bester Stimmung

Von Alexander Lück

Menden. Pünktlich zur Prime Time am Samstagabend wurde das größte Geheimnis der Mendener Karnevalssession gelüftet. Mit Daniel Weische und Anna Fringes bekommt die MKG das zweitjüngste Stadtprinzenpaar ihrer Geschichte.

„Wir sind nicht das zweite Kinderprinzenpaar“, hatten sich daher die beiden in ihren ersten Vorstellungsworten schon ein wenig selbst auf die Schippe genommen. Zuvor waren sie unter lautem Jubel in der prall gefüllten Dogan-Arena und von einer großen Traube Karnevalisten auf die Bühne geleitet worden. Bis zu diesem Zeitpunkt, genau 20.15 Uhr am Samstagabend – der Zeitplan hatte die Proklamation schon ein paar Minuten eher vorgesehen, aber so ist das halt mit Zeitplänen bei diesen Veranstaltungen – war das neue Prinzenpaar der MKG ein gut gehütetes Geheimnis. Nun ist es das zweitjüngste der über 60-jährigen MKG-Geschichte.

Vertreter aller jungen Karnevalisten
Ihre Beinamen Daniel „Der Nachtschwärmer“ und Anna „Kind der Fastnacht“ verraten noch ein bisschen mehr über die beiden, die mit ihrer Antrittsrede gleich einmal deutlich machten, dass sie sich auch als Vertreter aller jungen Karnevalisten sehen. Besonders zu spüren bekam das der neue, im Vergleich zum Prinzenpaar aber nicht mehr ganz so jugendliche MKG-Vorsitzende Gisbert van Geldern mit ein paar Fragen über seinen Wissensstand zum aktuellen popkulturellen Geschehen, dem Anna Fringes und Daniel Weische vor allem wünschten, er möge die Session zumindest halbwegs unbeschadet überstehen. Gar noch ein wenig bissiger hatte sich die Inthronisierung des neuen MKG-Kinderprinzenpaares präsentiert.

„Wir sind nicht das zweite Kinderprinzenpaar.“

Daniel Weische und Anna Fringes, Stadtprinzenpaar der MKG

Vincent Tolksdorf und Victoria Maßling – ersterer trägt den Namen „Der Königsblaue“, womit schon mal die fußballerische Präferenz klargestellt ist – hatten sich zunächst in bunten Reimen darüber gestritten, ob denn sein favorisierter Club der bessere sei oder die von seiner Prinzessin Victoria geliebten Schwarz-Gelben. Schließlich aber die Erkenntnis: „Wir müssen gegen die Alten zusammen halten. Nicht nur bei der Rente, sondern auch, wenn unsere Jugendtreffs geschlossen werden sollen.“ Das saß.

Kommunalpolitische Entwicklungen in der Hönnestadt waren aber natürlich den ganzen Abend über bei bester Stimmung in der Dogan-Arena ein Thema, wie es sich eben für den Mendener Karneval gehört.

Tanzgarden und Büttenreden
Vom „Schuldenkaff ohne Autobahn“ war da zum Beispiel die Rede, dem bescheidenen Wetter im letzten Sommer, der zum Tragen von Bikinis mit Rollkragen oder gefütterten Flip Flops animierte oder den übersichtlichen Einkaufsmöglichkeiten: „Wir haben hier nur keine Kinderklamotten. Keine Geschenkartikel gibt es nebenan.“

Entsprechend dem Sessionsmotto „Mendener Karneval genießen“ feiern die Gäste in der prall gefüllten Dogan-Arena.

Das Fazit der ersten Bütt mit Muckel und Pützi (alias Andreas Weische und Andrea Pütz) fiel dann aber doch noch gnädig aus für die Stadt: „Ihr feiert die Feste eben, wie sie fallen. Es muss wohl doch ein Paradies auf Erden sein.“ Ganz dem Sessionsmotto entsprechend: Mendener Karneval genießen.

Genau dazu bestand dann am Samstagabend noch mehrere Stunden Gelegenheit, mit weiteren Einlagen in der Bütt, Elvis Eifel und den mitreißenden Klängen der Kölner Band Top Spin. Und noch etwas darf beim MKG-Karneval natürlich nie fehlen: „Ich sehe die immer so gerne“, hatte sich auch Moderator Gordon Blankenhagen darauf gefreut. Er meinte die Tanzgarden der verschiedenen Altersstufen und wollte vor allem eine Akteurin herausheben: nämlich Leonie, die es sich nicht nehmen ließ, ihren neunten Geburtstag auf der Bühne zu feiern.

Quellenangabe: WP-MENDENER NACHRICHTEN vom 28.November 2016

Bei der MKG stehen die Zeichen schon auf Karneval

Im historischen Teufelsturm erwacht der Hoppeditz zu neuem Leben

Im historischen Teufelsturm erwacht der Hoppeditz zu neuem Leben

Von Gabriele Hoffmann
Menden. Der Teufelsturm ist eine ganzjährige Attraktion in Menden, doch einige Wochen im Jahr steht er nicht nur aus stadthistorischen Gründen im Mittelpunkt.

Die alten Mauern aus dem Mittelalter beherbergen das Westfälische Karnevalsmuseum. Es ist somit auch die Heimat der Mendener Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau. Die MKG trifft sich zwar übers Jahr regelmäßig im Turm und betreut auch Öffnungszeiten für die Bevölkerung, doch richtig los geht es heute in genau vier Wochen. Der 11. 11. ist der traditionelle Auftakt einer jeden Karnevalssession und in Menden wird dies mit dem Hoppeditz gefeiert. Der Hoppeditz ist die Symbolfigur für den Karneval. Er lebt aber nur während der Session. Auferstehung und Beerdigung werden jeweils besonders zelebriert – in Menden im Teufelsturm. Und darauf bereitet sich die MKG bereits vor. Bevor der Hoppeditz erwacht, stimmen sich die Karnevalisten in einer internen Feier auf die Session ein. Das geschieht am 29. Oktober beim Gesellschaftsabend. An diesem Abend werden die Prinzenpaare verabschiedet und neue Senatoren aufgenommen. Diese werden dann in illustrer Gesellschaft von Prominenten wie Bürgermeister Martin Wächter, Altbürgermeister Rudi Düppe, Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Reichelt oder der stellvertretenden Bürgermeisterin Britta Erdem den Senatorenchor verstärken. So gerüstet lassen die Kornblumenblauen am 11.November den Hoppeditz aufleben. Dazu wird er traditionell vom Vincenz-Altenheim durch die Stadt zum Teufelsturm getragen. Start zum Umzug nach einer kleinen Feier mit den Senioren ist um 19.11 Uhr. Höhepunkt der ersten närrischen Wochen der fünften Jahreszeit ist am 26. November die Prinzenproklamation wieder in der Dogan-Arena. Dabei wird eine bunte Show präsentiert mit Proklamation des neuen Stadtprinzenpaares und Kinderprinzenpaares, jeder Menge Musik, Tanz und Bütt. Als Stargast wird Elvis Eifel mit einem Auszug aus seinem aktuellen Programm angekündigt. Die Veranstaltung beginnt um 19.11 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Danach haben die Karnevalisten erst einmal Zeit zum Verschnaufen. Im Januar geht es weiter. Die Aktivitäten steigern sich dann langsam bis zum Rosenmontag am 27.Februar. Hinter den Kulissen läuftdie Planung schon weiter. Das Motto in diesem Jahr lautet „MKG – Mendener Karenval Genießen“. Vor allem der Umzug steht dann unter diesem Motto. Wie schon im vergangenen Jahr müssen die Wagen eine andere Route fahren. War es im vorigen Jahr die Großbaustelle vor Dieler auf der Unnaer Straße, so behindert im nächsten Jahr der weitere Umbau der Fußgängerzone den Festzug. Allerdings seien noch keine Einzelheiten bekannt, sagte MKG-Pressesprecherin Bärbel Dambachmayr. Sie lädt die Öffentlichkeit schon zur Prinzenproklamation ein. Dafür und auch schon für die Damensitzung am 28.Januar ist der Kartenverkauf angelaufen.

 

Vorverkauf ist angelaufen

Karten für die Prinzenproklamation am 26. November und für die Damensitzung am 28.Januar jeweils in der Dogan Arena sowie für die Herrensitzung im Zelt am 24.Februar können bestellt werden.

Telefonisch: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr
Tel. 0 23 71/2 46 61 (Optik und Akustik Quellenberg)
und montags bis freitags
von 14 bis 17 Uhr, 01 74/7 67 59 32 ( Monika Waltemate).

Eintrittspreise:
15 Euro Prinzenproklamation
Damen- und Herrensitzung 18 Euro.

 

Quellenangabe: Hellweger Anzeiger vom 14.Oktober 2016

Moderne Technik und alte Bräuche

Karnevalsmuseum erklärt die Westfälische Fastnacht

Von Gabriele Hoffmann

Schrille Masken, Orden, Kappen und andere Exponate sowie weitere Informationen zeichnen im Teufelsturm ein umfassendes Bild der westfälischen Fastnacht. Außerdem erfahren die Besucher Wissenswertes über den Teufelsturm selbst, die heidnischen Wurzeln des Karnevals und die überlieferten Bräuche. Dass die Kirche Einfluss auf den Karneval hatte, mag noch bekannt sein. Dass aber auch Griechen und Römer einst ihren Teil beigetragen haben, dürfte die Besucher erstaunen.

Sie bekommen am Ende der Führung beziehungsweise nach dem Betrachten der Multimediashow auch die Antwort auf die spannende Frage zum Unterschied zwischen Fastnacht, Fasching und Karneval. Im Erdgeschoss des Turms betreibt die MKG auch eine Schankstube für eigene und fremde Veranstaltungen. Die Schänke ist ebenso wie der Turm sonntags von 10.30 bis 13 Uhr und donnerstags von 19.30 bis 22 Uhr geöffnet. Dann sind auch immer Mitglieder des Vereins vor Ort, um die Gäste durch den Turm zu führen oder die Fragen zum Mendener Karneval zu beantworten. Gruppenführungen können gesondert vereinbart werden. Das Karnevalsmuseum ist ganzjährig geöffnet und zieht regelmäßig Besuchergruppen aus Nah und Fern an.

www.teufelsturm-menden.de

Quellenangabe: Hellweger Anzeiger vom 14.Oktober 2016